300.000 Fotos
verstaut in
200 Bananenkisten

Marion Schweitzer, geboren in Indonesien, aufgewachsen in der Schweiz, war bis ins hohe Alter hinein engagierte Bilder-Händlerin und Inhaberin ihrer Schwabinger Fotoagentur. Von den frühen 50er bis in die 90er Jahre war sie Süddeutschlands erste Adresse für Society und Modefotografie und brachte die Welt der großen Stars und Skandälchen nach München. Im Sommer 2004 starb Marion Schweitzer im Alter von 82 Jahren und hinterließ ein Archiv von über 300.000 Originalfotografien, verstaut in rund 200 Bananenkisten. Den Nachlass verwaltet die Agentur Bloom.

In der von TULP konzipierten Ausstellung wird diese Sammlung auf dem Designparcours in München das erste Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei soll keine klassische Fotoausstellung entstehen, sondern durch unterschiedliche Inszenierungen die Vielfältigkeit des Archivs gezeigt werden. In der Auseinandersetzung mit einer zunächst nicht überschaubaren Masse an Fotos, Themen und Möglichkeiten entstehen neue Präsentationsformen, die ganz bewusst auf eine klassische Hängung der Fotografien verzichten und stattdessen objekthaft in einer außergewöhnlichen Ausstellungsarchitektur das Archiv erlebbar machen.

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